Nachhaltigkeit braucht Strom
Seit diesem Jahr profitieren wir bei Gebr. Otto vom Industriestrompreis. Das ist für uns entscheidend, denn Energiekosten wirken sich direkt auf unsere Stückkosten aus. Der Strompreis ist damit ein zentraler Wettbewerbsfaktor – und Voraussetzung für eine nachhaltige Garnproduktion in Deutschland.
Der Strombedarf in der Spinnerei ist hoch: Unsere Maschinen laufen im Dauerbetrieb und mit sehr hohen Drehzahlen. Gleichzeitig müssen Ventilatoren, Klimaanlagen sowie Luftbe- und -entfeuchtung rund um die Uhr arbeiten, da konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit für Faserqualität und Prozessstabilität unverzichtbar sind.
Strom ist damit die technische Grundlage unserer Qualität „Made in Germany“ – ebenso wie moderne, effiziente Maschinen, unsere hauseigene Stromerzeugung aus nachhaltigen Quellen und strengste Umwelt- und Qualitätsstandards. Diese Maßnahmen senken unseren spezifischen Energieverbrauch. Ist der Strompreis jedoch strukturell zu hoch, entsteht daraus kein Wettbewerbsvorteil.
In der Konsequenz beeinflusst der Strompreis maßgeblich die industrie- und klimapolitischen Ziele in Deutschland. Ein nicht wettbewerbsfähiger Industriestrompreis führt – nicht nur in der Textilindustrie – zu Produktionsverlagerung, höheren globalen Emissionen und zum Verlust industrieller Kompetenz am Standort Deutschland.
Was für unsere Spinnerei gilt, gilt für viele Unternehmen des deutschen Mittelstands: Ein wettbewerbsfähiger Industriestrompreis ist kein Sonderwunsch einzelner Branchen, sondern eine Grundvoraussetzung für industrielle Wertschöpfung in Deutschland.